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  Home Bartagamen P. vitticeps- Haltungsbericht Montag, 06. Februar 2012  
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Kleine Haltungbeschreibung der am häufigsten in Terrarien gehaltenen Art:

Pogona vitticeps (AHL, 1926)


Bartagame
Foto: adultes Pogona vitticeps Weibchen


Herkunft, Lebensraum und Beschreibung:

Pogona vitticeps, auch Streifenköpfige Bartagame genannt, besiedelt das Landesinnere Australiens (Teile von Queensland, New South Wales, Victoria, South Australia, Northern Territory)
Ein toller Link: um einen Einblick über die Klimawerte in Australien zu erhalten- 
Klimakarten

Die Agamenart besiedelt die trockenen, heissen Savannen, Steppen und Wüstengebiete (das "tote Herz" Australiens), mit kaum Niederschlag- bevorzugt offene Areale- mit losen Gras, Busch und Baumbewuchs.
Erreichbare Größe: KRL ca. 20- 25 cm, SL ca. 30 cm, GL 50-60 cm
Im westlichen Victoria (Big Desert) wurde eine Population entdeckt, die sich durch ihre geringe Größe (KRL 17,5 cm) von den anderen Tieren der Art unterscheidet. 

Bei Pogona vitticeps handelt es sich um eine kräftig gebaute, grob beschuppte Echse, mit massigem dreieckig Kopf und starken, aber recht kurzen Beinen. An der Kehle und seitlich am Backenbereich befinden sich Stachelschuppen unterschiedlicher Größe- der Bart- die bei Erregung (Aggression, Balz etc.) aufgestellt (abgespreizt) werden können.
Am Hinterkopf verläuft eine fast waagrechte Reihe Kegelschuppen- (ein Unterscheidungsmerkmal zu P. barbata). Die Innenseite des Mauls (Mundschleimhaut) ist bei P. vitticepps rosa gefärbt (bei P. barbata leuchtend gelb) 
Entlang der Seiten des Körpers verlaufen ebenfalls (zweireihig) Stachelschuppen. Der Rücken der Tiere zeigt ein schönes Rautenmuster, wobei meist Grau/ Brauntöne dominieren.
Die Bauchseite der Tiere ist weisslich/ beige. 
Je nach Verbreitungsgebiet gibts bei P. vitticeps auch natürliche Farbformen-  so zeigen manche Tiere auch rote, orange, gelbe Farbtöne, aus denen die heutigen Farbzüchtungen (Ursprungsland USA) herausgezüchtet wurden/ werden.
Nicht nur in Amerika, auch in Europa sind diese Tiere heiss begehrt, und werden zu "saftigen" Preisen gehandelt (Sandfire, Tiger, Snow Dragon, Hyperxanthic, Pastels, etc.) 
Die BartAgamen sind zum beschränktem Farbwechsel fähig (hell/ dunkel).
Bei Verlust- können Körperteile (Schwanz, Zehen etc.) nicht regeneriert werden.

(Sozial-) Verhalten im Terrarium
Am "artkonformsten" und somit empfehlenswertesten wäre längerfristig gesehen sicher die Einzelhaltung der Bartagamen.
Keine Angst- "Einsam" fühlen sich BartAgamen, die einzeln gehalten werden, bestimmt nicht......! 

Bartagamen Männchen verhalten sich sehr territorial und bilden (auch im Terrarium) Reviere aus.
Bei der Haltung von mehreren Tieren in einem Terrarium (auch in einem größeren) kann deshalb immer nur ein männliches Tier mit x Weibchen vergesellschaftet werden.
Aber auch in dieser Zusammensetzung kann es vorkommen, dass Tiere nicht miteinander harmonieren, und das dominanteste Tier die/ das andere Tiere(e) unterdrückt, oder auch attackiert.
In diesem Fall müssen die Agamen sofort getrennt werden. 
Gerade wenn eine Gruppe oder ein Pärchen neu zusammengestellt wird, müssen die Tiere gut beobachtet werden.
Untereinander können (auch ganz "zahme") Bartagamen doch recht "ruppig" agieren, was im schlechtesten Fall mit schweren Verletzungen und dem Tod des schwächeren Tieres enden kann.
Bartagamen zeigen untereinander eine Vielzahl von Verhaltensmustern, welche hauptsächlich optisch übermittelt werden (Körperhaltung, Färbung), zur Lautäusserungen (ausser Fauchen) sind die Agamen nicht befähigt.
Das artentypische "Nicken des Kopfes" und "Winken mit den Vorderbeinen" ist ein häufiges Kommunikationsmittel und wird sowohl für die Begrüßung, Bedrohung, Machtausdruck (Dominanz oder Unterordnung) aber auch zur Balz eingesetzt.Auch der Bart wird als Komuniktionsmittel eingesetzt. Durch aufstellen (spreizen) des Bartes mit gleichzeitige Schwarzfärbung (auch der Schwanzspitze) und Nicken, machen die Bartagamen ihre Rangansprüche gegenüber anderen Bartagamen, oder gegenüber potentiellen Feinden (z.B. auch dem Pfleger :-) geltend.
Ausserdem können sich die Tiere- aufblähen (den Körper rund wie eine Schildkröte :)- z.B. mit gleichzeitige Hellfärbung um sich aufzuwärmen, oder nur um "größer und beeindruckender" zu wirken,- oder auch extrem abflachen (z.B. an den Untergrund pressen, mit Dunkelfärbung= Angst).
Durch die jeweiligen gezeigten Färbungen der Bartagamen, lassen sich Stimmungen (Aggression, Angst, Stress, Erregung etc.) oder auch körperliches Befinden (zu warm, zu kalt, unwohl sein etc.) ablesen und erkennen.  



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