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Pogona vitticeps |
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Terrarium
Bartagamen
benötigen auf Grund ihrer doch beachtlichen erreichbaren
Gesamtgröße, ein geräumiges Terrarium.
Laut österr. TschG ist die Mindestgröße für 1-2 adulte Bartagamen
mit 100 cm² und 80 cm Höhe angegeben. Für jedes weitere
Tier wird + 40
cm
²zusätzlich
vorgeschrieben. (- für P. barbata, gilt aber auch für P.
vitticeps)
Dabei handelt es sich aber nur um Angaben der Mindestmaße-
empfehlenswert wäre es meiner Meinung nach aber, zumindest die
Höhe des Terrariums auf etwa 120 cm zu erhöhen (120 cm
Terrariumhöhe: Boderngrund - 15/20 cm, Beleuchtung - 20 cm
= dann bleiben (wenn die Beleuchtung imTerrarium
angebracht wird) eh nur mehr 80 cm Höhe nutzbarer Raum)
Zusätzlich sind Bartagamen recht gute Kletterer, und
bevorzugen auch im Terrarium erhöhte Stellen zum Überblicken ihres
Terrains.
Da Bartagamen aus dem heissen Kern Australiens mit sehr starke
Sonneneinstrahlung stammen, benötigen die Tiere im Terrarium eine
hochwertige Beleuchtung, auf die, trotz hoher
anfallender Kosten (Anschaffung und Betrieb) nicht verzichtet
werden darf.
Beleuchtungsdefizite (Lichtintensität und Wärme) verursachen
Krankheiten und können bis zum Tod des Tieres führen.
Der Aufstellungsort für das Bartagamenterrarium müss gut gewählt
werden-
1. weil ein Terrarium dieser Größe mit Bodengrund und
Einrichtung, ein erhebliches Gewicht erreicht,
2. empfiehlt es sich, das Terrarium erhöht (stabiler
Unterschrank) und nicht auf den Boden zu stellen.
Es entspricht dem Naturell der Tiere den Überblick zu haben,
sie fühlen sich im Terrarium wohler, und zeigen sich
weniger scheu und schreckhaft, wenn Personen am Terrarium
vorbei gehen.
Da Bartagamen wenig Luftfeuchtigkeit benötigen, eignen sich für
den Bau eines Terrariums (Trockenterrarien) auch
feuchtigkeitsempfindliche Materialen wie Holz.
Beim Selbstbau des Terrariums wärs sehr vorteilhaft, die
Beleuchtung ausserhalb (oberhalb) desTerrariums anzubringen
(z.B. Lampenkasten)- indem die Oberseite des Terrariums aus z.B.
stabilen Metallmaschendraht, oder Lochblech gefertigt wird.
(2 Vorteile: Gefahrenquelle gebannt, und ausreichende Belüftung=
Überhitzungsschutz)
Beleuchtung
Mit der Beleuchtung
wird auch das benötigte Terrarienklima (Temperatur)
hergestellt.
Die beste Beleuchtungsart ist z.Z. sicher HQI- hohe
Lichtintensität zu relativ normalen Stromverbrauch.
Mit dem richtigen Brenner (NDL oder D) erreicht man damit ein
tageslichähnliches Lichtspektrum.
Für ein Bartagamenterrarium empfehlen sich, je nach
TerrariumHöhe/Größe x HQI Strahler (70/ 150 Watt) in
Kombination mit einer guten UV Lampe z.B: Osram Vitalux 300 W- zum
Bestrahlen, oder 160 W Powersun- als Spotstrahler (UV
Leuchtstoffröhren sind nicht ausreichend)- zusätzlich die
erforderlichern Wärmespots für den/ die Sonnenplätze (bis 50
°C).
Ein Probelauf der Beleuchtung (bevor die Tiere eigesetzt) mit
genauer Temperaturmessung (Oben/ Mitte/ Boden) zeigt, ob die
Beleuchtung den erforderlichen Klimawerten entspricht.
Bei zu hohen/zu niederen Temperaturen muss dem
entsprechend reguliert werden.
Einrichtung
Die Einrichtung eines Bartagamenterrariums gestaltet sich
eigentlich (Wüsten- Steppenbewohner) relativ einfach.
Sichtschutz
zu anderen Terrarien/ Tieren ist erforderlich. Am schönsten ist
es, wenn Rück und Seitenwände selbst gestalten werden (z.B.
Rückwandgestaltung aus strukturierten Styropor (Fels- optik),
Mörtel, Epoxidharz, Sand)..... muss aber nicht sein.
Als Bodengrund eignet sich Sand oder ein Sand-/ Lehmgemisch,
der eine Höhe von etwa 20 cm aufweisen sollte.
Ob man jetzt echten Wüstensand (z.B. roten Saharasand) verwendet
oder normalen Spielsand ist nicht wirklich von Bedeutung. Der
Sand sollte nicht zu lose/ fein sein, da sich die Bartagamen sonst
keine Höhlen selbst buddeln können, und keine Zusätze
enthalten.
Als Einrichtung eignen sich, größere Wurzeln, stabile Äste,
Steine, Höhlen etc.
Höher gelegene Aussichtsplätze kann man schon in die Rück/
Seitenwände einplanen.
Eine stabile Wasserschale vervollständigt die Einrichtung.
Auch wenn man es oft
liest- Bademöglichkeiten sind für Bartagamen nicht notwendig.
Klimawerte im Terrarium
Lufttemperatur:
von 27° C (Boden) bis 30-35° C (Höhe),
einen Sonnenplatz zum Aufwärmen (Spot) pro Tier mit ca.
40-50° C,
Nachtabsenkung auf Zimmertemperatur
Beleuchtungszeit: etwa 14 Stunden täglich- ausser der
Winterzeit
Winterruhe
Meist zeigen Bartagamen vom Verhalten her selbst an, wann sie in
die Winterruhe gehen wollen.
Sie werden inaktiver, vermindern die Nahrungsaufnahme,- einige
Tiere graben sich auch gleich ein, oft schon bevor die
Beleuchtungszeiten im Terrarium reduziert werden....
Dieses Verhalten zeigen auch schon Bartagamen, die das erste Mal
Winterruhe praktizieren.
In der Winterruhe werden die Tiere nicht gefüttert- frisches
Wasser sollte aber immer zur Verfügung stehen. Keine Sorgen sie
verhungern dadurch nicht- in der Winterruhe wird der Stoffwechsel
der wechselwarmen Tiere extrem reduziert (durch die kühle,
bewegungsarme Haltung)- sie benötigen während dieser Zeit keine
Nahrung.
Empfehlenswert wäre es aber- bevor die Bartagamen in Winterruhe
gehen- eine Kotprobe beim Tierarzt überprüfen zu zu lassen.
Unbehandelte Parasiten stellen in der Winterruhe schon eine
erhebliche Gefahr dar.
Ca. ab Mitte Oktober ist es sinnvoll die Beleuchtungszeiten und
die Beleuchtungsstärke im Terrarium langsam zu reduzieren.
Dazu wird wöchentlich die Beleuchtungszeit verkürzt, und die
verschiedenen Leuchtmittel (HQI, Spots etc.) einzeln
weggeschaltet.
Auch die Ernährung wird während dieser Zeit reduziert- und dann
vollständig eingestellt.
Wenn die Tiere in einem Raum stehen, wo der Tag/ Nacht Rhythmus
wahrgenommen werden kann, kann man Ende November /Mitte Dezember
das Licht komplett ausschalten.
Meist schlafen die Bartagamen zu dieser Zeit dann schon.
In einem dunklen Raum- ohne natürlichen Lichteinfall (z.B. im
Keller), wärs gut zumindest eine Lampe (z.B. eine
Leuchtstoffröhre, oder schwacher Spot) für einige Stunden am Tag
brennen zu lassen.
Während der Winterruhe sollten die Tiere nicht gestört werden-
eventuell verlassen sie manchmal kurz ihre Schlafhöhle um etwas zu
trinken- ansonsten sind sie vergraben.
Im Frühling "fährt" man die Beleuchtungszeiten und die
Lichtintensität langsam wieder hoch.
Wie lange die Winterruhe genau dauert (ca. 2- 4 Monate)- das
hängt von den Tieren selber ab.
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