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  Home Bartagamen P. vitticeps- Teil2 Montag, 06. Februar 2012  
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Terrarium
Bartagamen benötigen auf Grund ihrer doch beachtlichen erreichbaren Gesamtgröße, ein geräumiges Terrarium.
Laut österr. TschG ist die Mindestgröße für 1-2 adulte Bartagamen mit 100 cm² und 80 cm Höhe angegeben. Für jedes weitere Tier wird + 40 cm
²zusätzlich vorgeschrieben. (- für P. barbata, gilt aber auch für P. vitticeps)
Dabei handelt es sich aber nur um Angaben der Mindestmaße- empfehlenswert wäre es meiner Meinung nach aber, zumindest die Höhe des Terrariums auf etwa 120 cm zu erhöhen (120 cm Terrariumhöhe: Boderngrund - 15/20 cm, Beleuchtung - 20 cm =  dann bleiben (wenn die Beleuchtung imTerrarium angebracht wird) eh nur mehr 80 cm Höhe nutzbarer Raum) Zusätzlich sind Bartagamen recht gute Kletterer, und bevorzugen auch im Terrarium erhöhte Stellen zum Überblicken ihres Terrains. 
Da Bartagamen aus dem heissen Kern Australiens mit sehr starke Sonneneinstrahlung stammen, benötigen die Tiere im Terrarium eine hochwertige Beleuchtung, auf die, trotz hoher anfallender Kosten (Anschaffung und Betrieb) nicht verzichtet werden darf.
Beleuchtungsdefizite (Lichtintensität und Wärme) verursachen Krankheiten und können bis zum Tod des Tieres führen.
Der Aufstellungsort für das Bartagamenterrarium müss gut gewählt werden-
1. weil ein Terrarium dieser Größe mit Bodengrund und Einrichtung, ein erhebliches Gewicht erreicht,
2. empfiehlt es sich, das Terrarium erhöht (stabiler Unterschrank) und nicht auf den Boden zu stellen.
Es entspricht dem Naturell der Tiere den Überblick zu haben, sie fühlen sich im Terrarium wohler, und zeigen sich weniger scheu und schreckhaft, wenn Personen am Terrarium vorbei gehen.
Da Bartagamen wenig Luftfeuchtigkeit benötigen, eignen sich für den Bau eines Terrariums (Trockenterrarien) auch feuchtigkeitsempfindliche Materialen wie Holz.
Beim Selbstbau des Terrariums wärs sehr vorteilhaft, die Beleuchtung ausserhalb (oberhalb) desTerrariums anzubringen (z.B. Lampenkasten)- indem die Oberseite des Terrariums aus z.B. stabilen Metallmaschendraht, oder Lochblech gefertigt wird. (2 Vorteile: Gefahrenquelle gebannt, und ausreichende Belüftung= Überhitzungsschutz)    

Beleuchtung
Mit der Beleuchtung wird auch das benötigte Terrarienklima (Temperatur) hergestellt.
Die beste Beleuchtungsart ist z.Z. sicher HQI- hohe Lichtintensität zu relativ normalen Stromverbrauch.
Mit dem richtigen Brenner (NDL oder D) erreicht man damit ein tageslichähnliches Lichtspektrum.
Für ein Bartagamenterrarium empfehlen sich, je nach TerrariumHöhe/Größe x HQI Strahler (70/ 150 Watt) in Kombination mit einer guten UV Lampe z.B: Osram Vitalux 300 W- zum Bestrahlen, oder 160 W Powersun- als Spotstrahler (UV Leuchtstoffröhren sind nicht ausreichend)- zusätzlich die erforderlichern Wärmespots für den/ die Sonnenplätze (bis 50 °C). 

Ein Probelauf der Beleuchtung (bevor die Tiere eigesetzt) mit genauer Temperaturmessung (Oben/ Mitte/ Boden) zeigt, ob die Beleuchtung den erforderlichen Klimawerten entspricht.
Bei zu hohen/zu niederen Temperaturen muss dem entsprechend reguliert werden.

Einrichtung
Die Einrichtung eines Bartagamenterrariums gestaltet sich eigentlich (Wüsten- Steppenbewohner) relativ einfach.  
Sichtschutz zu anderen Terrarien/ Tieren ist erforderlich. Am schönsten ist es, wenn Rück und Seitenwände selbst gestalten werden (z.B. Rückwandgestaltung aus strukturierten Styropor (Fels- optik), Mörtel, Epoxidharz, Sand).....  muss aber nicht sein.
Als Bodengrund eignet sich Sand oder ein Sand-/ Lehmgemisch, der eine Höhe von etwa 20 cm aufweisen sollte. 
Ob man jetzt echten Wüstensand (z.B. roten Saharasand) verwendet oder normalen Spielsand ist nicht wirklich von Bedeutung. Der Sand sollte nicht zu lose/ fein sein, da sich die Bartagamen sonst keine Höhlen selbst buddeln können, und keine Zusätze enthalten. 

Als Einrichtung eignen sich, größere Wurzeln, stabile Äste, Steine, Höhlen etc.
Höher gelegene Aussichtsplätze kann man schon in die Rück/ Seitenwände einplanen. 
Eine stabile Wasserschale vervollständigt die Einrichtung.

Auch wenn man es oft liest- Bademöglichkeiten sind für Bartagamen nicht notwendig.

Klimawerte im Terrarium
Lufttemperatur: von 27° C (Boden) bis 30-35° C (Höhe),
einen Sonnenplatz zum Aufwärmen (Spot) pro Tier mit ca. 40-50° C,
Nachtabsenkung auf Zimmertemperatur
Beleuchtungszeit: etwa 14 Stunden täglich- ausser der Winterzeit

Winterruhe
Meist zeigen Bartagamen vom Verhalten her selbst an, wann sie in die Winterruhe gehen wollen.
Sie werden inaktiver, vermindern die Nahrungsaufnahme,- einige Tiere graben sich auch gleich ein, oft schon bevor die Beleuchtungszeiten im Terrarium reduziert werden....
Dieses Verhalten zeigen auch schon Bartagamen, die das erste Mal Winterruhe praktizieren.
In der Winterruhe werden die Tiere nicht gefüttert- frisches Wasser sollte aber immer zur Verfügung stehen. Keine Sorgen sie verhungern dadurch nicht- in der Winterruhe wird der Stoffwechsel der wechselwarmen Tiere extrem reduziert (durch die kühle, bewegungsarme Haltung)- sie benötigen während dieser Zeit keine Nahrung.
Empfehlenswert wäre es aber- bevor die Bartagamen in Winterruhe gehen- eine Kotprobe beim Tierarzt überprüfen zu zu lassen. Unbehandelte Parasiten stellen in der Winterruhe schon eine erhebliche Gefahr dar.
Ca. ab Mitte Oktober ist es sinnvoll die Beleuchtungszeiten und die Beleuchtungsstärke im Terrarium langsam zu reduzieren.
Dazu wird wöchentlich die Beleuchtungszeit verkürzt, und die verschiedenen Leuchtmittel (HQI, Spots etc.) einzeln weggeschaltet.
Auch die Ernährung wird während dieser Zeit reduziert- und dann vollständig eingestellt.
Wenn die Tiere in einem Raum stehen, wo der Tag/ Nacht Rhythmus wahrgenommen werden kann, kann man Ende November /Mitte Dezember das Licht komplett ausschalten.
Meist schlafen die Bartagamen zu dieser Zeit dann schon.
In einem dunklen Raum- ohne natürlichen Lichteinfall (z.B. im Keller), wärs gut zumindest eine Lampe (z.B. eine Leuchtstoffröhre, oder schwacher Spot) für einige Stunden am Tag brennen zu lassen.

Während der Winterruhe sollten die Tiere nicht gestört werden- eventuell verlassen sie manchmal kurz ihre Schlafhöhle um etwas zu trinken- ansonsten sind sie vergraben.

Im Frühling "fährt" man die Beleuchtungszeiten und die Lichtintensität langsam wieder hoch.
Wie lange die Winterruhe genau dauert (ca. 2- 4 Monate)- das hängt von den Tieren selber ab.




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