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Die Dauer der Entwicklungstufen bei Chamäleons vom Baby, zum Jungtier (juvenil) bis zur Geschlechtsreife (adult) ist von Art zu Art unterschiedlich. Nach erreichen der Geschlechtsreife können die Tiere verpaart werden.
Bei eierlegenden (ovipar) Arten entwickeln sich in der Trächtigkeitsperiode (Gravidität), nach einer erfolgreichen Paarung, innerhalb eines gewissen Zeitraumes (weniger Wochen bis einigen Monaten), die Eier in dem Eileiter.
Ist der Zeitpunkt der Eiablage gekommen, sucht sich das Weibchen einen geeigneten Platz und legt die Eier in den Bodengrund ab.
Nach einigen Monaten schlüpfen die Jungtiere.
Einige Chamäleonarten, besonders die aus kälteren Habiaten (z.B. Ch. (T.) jacksonii, Ch. (T) hoehnelii etc.), sind aber ovovivipar (halb= unecht Lebendgebärend, d.h. die Eihaut reißt nicht während oder vor der Geburt im Uterus, sondern erst nach dem Austritt aus dem Körper der Mutter.
Sie gebären nach einer Trächtigkeitsphase von einigen Monaten vollständig entwickelte Jungtiere in einer Eihülle (Eimembranen), welche die Weibchen bei der Geburt z.B. an einen Ast hängen, an einen Hintergrund (Rückwand, Gazegitter) kleben oder auch einfach auf den Boden ablegen.
Nach wenigen Augenblicken, Minuten befreien sich die Jungtiere aus der Eihaut und sind sofort auf sich gestellt.
Wie bei den meisten Reptilienarten gibt es auch bei den Chamäleons keine Brutpflege.
Die ovovivipare Fortpflanzungsart findet sich bei Reptilien hauptsächlich bei den Arten, die kälteren Regionen besiedeln, in Hinblick auf ungünstige Eiablegemöglichkeiten und Bodensubstrate (z.B. steiniger gefrorener Boden, Felsen, Frost).
Es gibt aber auch einige wenige Chamäleonarten, die zwar keine unwirtlichen Regionen besiedeln, aber trotzdem die ovovivipare Fortpflanzung praktizieren (z.B. einzelne Bradypodionarten, Afrika)
Wahrscheinlich ein "Überbleibsel" der Evolution oder den Klimaveränderungen.
Ein besonderes Phänomen bei mehreren Chamäleonarten (Bradypodium plumium, Chamaeleo calyptratus, africanus,Ch (T) hoehnelii, ellioti, Furcifer pardalis etc.) ist die Vorratsbefruchtung (Spermaspeicherung = Amphigonia retardata).
Auch einige andere Reptilienarten (z.B. grüne Leguane) sind dazu befähigt.
Die Weibchen bewahren, in einer lang gestreckten, verzweigten Drüse (Receptaculum seminis) die an der Eileiter liegt, lebende Spermien aus der letzten Befruchtung auf.
Das Weibchen kann mehrere Gelege (bis zu 5) oder Geburten auch ohne weiteren Kontakt zu einem Männchen absolvieren. Wobei aber die Anzahl der befruchteten Eier im Gelege, oder auch die Lebensfähigkeit eines "Wurfes" von Mal zu Mal abnimmt (d.h. beim "5." Gelege sind nur mehr ca. 20% der Eier befruchtet)
Die meisten Chamäleonarten sind aber ovipar (= eierlegend).
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Bild: Paarung Ch. hoehnelii
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