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  Home Chamäleons Fortpflanzungsbiologie Eibildung ohne Paarung Montag, 06. September 2010  
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Die Geschlechtsreife bei den Chamäleons tritt je nach Art und Lebensdauer zwischen ca. 3 Monaten und 2 Jahren ein.Die Entwicklung (im Terrarium gepflegter Tiere) ist hauptsächlich von den Umweltfaktoren abhängig. Bei zu starker und reichhaltiger Fütterung z.B. kommt es bei Weibchen zu einer frühen Geschlechtsreife und dadurch zur Bildung von unbefruchteten Eiern auch ohne Paarung.
Sehr oft entwickeln sich dann übermäßig viele, auch noch abnorm geformte Eier und es kommt zu einer gefürchteten Legenot.

Mein erstes Chamäleonweibchen (Ch. calyptratus) starb leider mit nur 5 Monaten, an Legenot- bei der Obduktion waren 87! unbefruchtete Eier in dem Eileiter.


Die normale Geschlechtsreife dieser Art liegt in der Natur ca. bei 10- 14 Monaten und einer durchschnittlichen Gelegegröße von 30 bis 50 Eiern.
Damals habe ich einiges "gut gemeint" falsch gemacht (hurra, schau wies frisst)
Inzwischen habe ich einiges dazu gelernt.

Zwischen dem Wachstum, der Geschlechtsreife und der Ernährung besteht ein enger Zusammenhang. Dazu gibts
hier mehr zu lesen.

Eine sparsame, ausgewogene Fütterung (+ Vitamin + Mineralstoffe) erhöht die Lebensdauer der Chamäleons und vermeidet Krankheiten und Mangelerscheinungen

Geschlechtsreife und Paarungsbereitschaft

Bei einigen Arten kann man das Erreichen der Geschlechtsreife, der männlichen und weiblichen Tiere, durch eine Umfärbung von der Jugendfärbung in die Erwachsenenfärbung (adulti) erkennen.
Um die Gesundheit und Entwicklung des Weibchens zu gewährleisten, sollte auf keinen Fall zu früh eine Paarung ermöglicht werden.
Auch wenn bei dem Weibchen durch z.B. zu üppiger Fütterung (siehe u.) eine verfrühte Geschlechtsreife eingetreten ist, ist die Entwicklung und Konstitution des Chamäleons noch nicht richtig abgeschlossen. Eine zu frühe Verpaarung wirkt sich negativ auf Gesundheit und Lebensdauer aus.
Auch die Überlebensfähigkeit der sich daraus entwickelnden Nachzuchten ist dann in Frage gestellt.
Haben die Tiere die normale Geschlechtsreife erreicht, und ist das Weibchen paarungsbereit, steht einer erfolgreichen Verpaarung nichts mehr im Wege.
Dazu setzt man das Weibchen immer in das Terrarium des Männchens.

Ein paarungsbereites Weibchen erkennt man am neutralen oder passiven Verhalten gegenüber dem Männchen, verhält es sich aber schon bei Blickkontakt aggressiv- abwehrend, sollte es sofort wieder aus dem Terrarium des Männchens entfernt werden weil-
1.- das anwesende paarungswillige Männchen ständigen Stress bei dem nicht paarungsbereiten Weibchen verursacht
2.- oder das paarungsunwillige Weibchen das Männchen attackieren und wahrscheinlich auch verletzen würde
Männliche Chamäleons besitzen eine gewisse "Beißhemmung" gegenüber weiblichen Tieren.

Im Abstand von ein paar Tagen können dann weitere Paarungsversuche unternommen werden.
Die meisten Männchen sind das ganze Jahr hindurch paarungsbereit.

Die Weibchen aber sind durch hormonelle Veränderungen die durch Klimaveränderungen der Jahreszeiten beeinflusst werden, oft nur einmal im Jahr sexuell aktiv = paarungsbereit.

Im Terrarium gepflegte Chamäleonarten (z.B. Ch. calyptratus) die sich in der Natur monozyklisch Fortpflanzen (einmal im Jahr) können sich überraschender Weise polyzyklisch (mehrmalige Paarungsbereitschaft im Jahr) entwickeln.
Die Ursache hierfür ist aber (noch) rein spekulativ, wahrscheinlich hängt das polyzyklische Verhalten einer ansonsten monozyklischen Art mit dem eher gleich bleibend gebotenen Klima und dem ständigen Nahrungsangebot im Terrarium zusammen.

Manche Chamäleonweibchen zeigen ihre Paarungsbereitschaft auch mit einem speziellen Farbkleid an.





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