Die Geschlechtsreife bei den Chamäleons tritt je nach Art und
Lebensdauer zwischen ca. 3 Monaten und 2 Jahren
ein.Die Entwicklung
(im Terrarium gepflegter Tiere) ist hauptsächlich von den
Umweltfaktoren abhängig. Bei zu starker und reichhaltiger
Fütterung z.B. kommt es bei Weibchen zu einer frühen
Geschlechtsreife und dadurch zur Bildung von unbefruchteten
Eiern auch ohne Paarung.
Sehr oft entwickeln sich dann übermäßig viele, auch noch
abnorm geformte Eier und es kommt zu einer gefürchteten
Legenot.
Mein erstes Chamäleonweibchen (Ch. calyptratus) starb leider
mit nur 5 Monaten, an Legenot- bei der Obduktion waren 87!
unbefruchtete Eier in dem
Eileiter.
Die normale Geschlechtsreife dieser Art liegt in der Natur ca.
bei 10- 14 Monaten und einer durchschnittlichen Gelegegröße
von 30 bis 50 Eiern.
Damals habe ich einiges "gut gemeint" falsch gemacht (hurra,
schau wies frisst)
Inzwischen habe ich einiges dazu gelernt.
Zwischen dem Wachstum, der Geschlechtsreife und der Ernährung
besteht ein enger Zusammenhang. Dazu gibts
hier
mehr zu lesen.
Eine sparsame, ausgewogene Fütterung (+ Vitamin +
Mineralstoffe) erhöht die Lebensdauer der Chamäleons und
vermeidet Krankheiten und Mangelerscheinungen
Geschlechtsreife und
Paarungsbereitschaft
Bei einigen Arten kann man das Erreichen der
Geschlechtsreife, der männlichen und weiblichen Tiere, durch
eine Umfärbung von der Jugendfärbung in die Erwachsenenfärbung
(adulti) erkennen.
Um die Gesundheit und Entwicklung des Weibchens zu
gewährleisten, sollte auf keinen Fall zu früh eine Paarung
ermöglicht werden.
Auch wenn bei dem Weibchen durch z.B. zu üppiger Fütterung
(siehe u.) eine verfrühte Geschlechtsreife eingetreten ist,
ist die Entwicklung und Konstitution des Chamäleons noch nicht
richtig abgeschlossen. Eine zu frühe Verpaarung wirkt sich
negativ auf Gesundheit und Lebensdauer aus.
Auch die Überlebensfähigkeit der sich daraus entwickelnden
Nachzuchten ist dann in Frage gestellt.
Haben die Tiere die normale Geschlechtsreife erreicht, und
ist das Weibchen paarungsbereit, steht einer erfolgreichen
Verpaarung nichts mehr im Wege.
Dazu setzt man das Weibchen immer in das Terrarium des
Männchens.
Ein paarungsbereites Weibchen erkennt man am neutralen oder
passiven Verhalten gegenüber dem Männchen, verhält es sich
aber schon bei Blickkontakt aggressiv- abwehrend, sollte es
sofort wieder aus dem Terrarium des Männchens entfernt werden
weil-
1.- das anwesende paarungswillige Männchen ständigen Stress
bei dem nicht paarungsbereiten Weibchen verursacht
2.- oder das paarungsunwillige Weibchen das Männchen
attackieren und wahrscheinlich auch verletzen würde
Männliche Chamäleons besitzen eine gewisse "Beißhemmung"
gegenüber weiblichen Tieren.
Im Abstand von ein
paar Tagen können dann weitere Paarungsversuche unternommen
werden.
Die meisten Männchen sind das ganze Jahr hindurch
paarungsbereit.
Die Weibchen aber sind durch hormonelle Veränderungen die
durch Klimaveränderungen der Jahreszeiten beeinflusst werden,
oft nur einmal im Jahr sexuell aktiv = paarungsbereit.
Im Terrarium gepflegte Chamäleonarten (z.B. Ch. calyptratus)
die sich in der Natur monozyklisch Fortpflanzen (einmal im
Jahr) können sich überraschender Weise polyzyklisch
(mehrmalige Paarungsbereitschaft im Jahr) entwickeln.
Die Ursache hierfür ist aber (noch) rein spekulativ,
wahrscheinlich hängt das polyzyklische Verhalten einer
ansonsten monozyklischen Art mit dem eher gleich bleibend
gebotenen Klima und dem ständigen Nahrungsangebot im Terrarium
zusammen.
Manche Chamäleonweibchen zeigen ihre Paarungsbereitschaft
auch mit einem speziellen Farbkleid an.
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