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Um den trächtigen oviparen Chamäleonweibchen- im Terrarium- die Möglichkeit zu geben, ihre Eier abzulegen, muss man ihnen einen passenden Bodengrund (meistens ein feucht gehaltenes Erd/ Sandgemisch) bieten.
Je nach Größe und Herkunft der jeweiligen Art muss auch die Tiefe und die Beschaffenheit des Bodengrundes sein.
Das ist äußerst wichtig, da Chamäleonweibchen bei einen ihnen nicht passenden Bodengrund, die Eier nicht ablegen und so an Legenot sterben können.
Erfahrene Chamäleonzüchter erkennen den Zeitpunkt der Eiablage ihrer Chamäleons und setzten sie in Behältnisse mit passendem Substrat.
Auf keinem Fall darf man die Weibchen bei der Eiablage stören, sonst kann es auch zur gefürchteten Legenot kommen.
Einige Tage vor der Eiablage werden die Weibchen unruhig und streifen ruhelos durch das Terrarium. Einige Arten stellen die Nahrungsaufnahme ein, oder fressen weniger. Dann beginnen sie mit Probegrabungen um einen geeigneten Eiablageplatz zu finden.
Erst kurz vor der tatsächlichen Eiablage beginnen die Weibchen mit der Grabung eines Ganges (meistens im Winkel von 45°). Das kann mehrere Tage dauern. Bei erreichen einer Substratschicht mit idealer Feuchte beginnen die Weibchen, meistens in den Abendstunden, mit der Eiablage. Sorgfälltig vergräbt sie dann die Eier indem sie den Tunnel mit den Füssen zuschüttet, einige Arten drücken mit ihrem Bauch die Erde fest und glatt, manche häufen einen Hügel darüber an. Einige Chamäleonweibchen bewachen die Ablagestelle noch einige Tage lang.
Einige wenige Arten legen ihre Eier aber auch nur lose unter Steinen, Moos oder Holzstücken, oder in Erdmulden ab.
Die Größe der Gelege hängt von der Art, vom Alter des Weibchens und von den Umweltbedingungen ab. Oft sind unter den befruchteten Eiern auch unbefruchtete, die man aber meistens bald erkennt (am Aussehen = Wachseier / oder sie beginnen zu schimmeln, verfärben sich und fallen bald ein).
Bei der Zeitigung von Reptilieneiern stellen sich leider noch viele unbeantwortete Fragen.
Um den bestmöglichen Erfolg bei der Zeitigung der Chamäleoneier zu erzielen, werden die Eier vorsichtig ausgegraben und in den Inkubator gelegt.
Als äußerst praktisch haben sich dazu z.B. Heimchendosen mit leicht feuchtem Vermiculite als Zeitigungssubstrat erwiesen.
Wichtig ist das die Eier nicht gedreht werden, da sonst die Embryonen absterben können.
Besonders wichtig sind die unterschiedlichen Zeitigungtemparaturphasen, die Zeitigungsdauer und die richtige Feuchtigkeit des Zeitigungssubstrates. Dabei sollte man sich, wenn nicht bekannt, an Angaben eines erfahrenen Züchters halten
Ein sehr empfehlenswertes Buch
Petr Necas
Die Zeitigung von Reptilieneiern (s.Litaratur)
Die Geburt bei den ovoviviparen (Lebendgebärenden) Chamäleonarten ist wesentlich unkomplizierter. Auch bei ihnen kündigt sich die bevorstehende Geburt durch eine gesteigerte Nervosität an.
Manche Chamäleons stellen die Nahrungsaufnahme ein.
Während der Geburt laufen die Weibchen im Terrarium umher und lassen die Jungen, die in einer feinen durchsichtigen Eihülle geboren werden, einfach auf den Boden fallen, hängen sie ins Geäst oder kleben sie an Rindenstücken oder Ähnlichem fest.
Kurz nach der Geburt befreien sich die Jungtiere von der Eihaut und beginnen sofort durchs Terrarium zu laufen. In der Natur rennen sie manchmal in alle Richtungen, wahrscheinlich um so die Populationsdichte aufzulösen (Territorien) und eine bestmögliche Nahrungsbeschaffung zu erreichen. Die Jungen die sich nicht innerhalb einer halben Stunde selbst aus ihrer Hülle befreit haben, sind meist schwächlich und lebensunfähig. Man kann die Chamäleonbabys vorsichtig aus der Eihülle befreien, aber im Sinne einer Weiterzucht ist das Aufziehen von Kümmerlingen und schwächlichen Tieren nicht förderlich.
In der Natur ist das eine natürliche Selektion.
Der gesamte Geburtsvorgang kann 2 bis 4 Stunden dauern und findet meistens in den Morgenstunden statt. Die Jungen die in den Nachmittag- oder Abendstunden geboren werden sind oft nicht so lebensfähig.
Die Größe des Wurfes ist bei den ovoviviparen Arten im Durchschnitt geringer als bei den oviparen Arten. Durchschnittlich sind es zwischen 10 und 20 Jungtiere.
Auch bei diesen Arten kann es zur Bildung von unbefruchteten Eiern kommen. Sie werden dann bei der Geburt einfach abgelegt.
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