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  Home Agamen Japalura splendida Montag, 06. September 2010  
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Japalura splendida- Chinesische oder grüne Bergagame

Japalura splendida ist eine Agamen- Hochlandform, wie der Name schon aussagt, die in der Himalaja- Region bis ca. 3000 m und mehr gefunden wird. (Birma, Thailand, Kambodscha, Vietnam, südliches China ect.)
Die Bergagamen leben hauptsächlich auf Bäumen, Büschen und Felsen.
Ich halte seit gut 1 1/2 Jahren 1,1 Japalura splendida.
Meine Bergagamen halten sich zu 99% in den oberen 2/3 des Terrariums auf (sehr gute und wendige Kletterer), sie betreten den Boden kaum.


Mein Haltungsprotokoll

Terrarium:
(H x B x L) 120 x 80 x 50 cm
Als Beleuchtung verwende ich 2 Leuchtstoffröhren mit Vorschaltgerät+ Spot
1 von Arcadia D3 Reptile Leuchtstoffröhre 30 Watt
1 Sylvana Daylightstar 30 Watt
und 1 Spot mit einer Wärmelampe: Basking Spot Lamp 60 Watt
Folgende Temperaturen erreiche ich im Terrarium

Temperaturgefälle
von unten bis oben : 25- 28 Grad
unterm Wärmespot bis zu 37 Grad
Nachtabsenkung: auf 20 Grad
Luftfeuchtigkeit:
ca. 60 - 75% RF gegen Mittag abfallend und Nachts etwas ansteigend
2x am Tag - morgens und abends gut sprühen

Außerdem brauchen die adulten (geschlechtsreifen) Agamen eine Winterruhe von ungefähr 3 Monaten, in denen man die Temperatur und die Licht-Brenn-Dauer senkt und auch die Fütterung etwas sparsamer macht.
Vorraussetzung ist natürlich das die Agamen gesund sind.

Protokoll

Kauf ~ von 1,1 Japalura splendida in einer Zoohandlung Jänner 02
Erstes Weibchen stirbt schon einige Stunden nach dem Kauf (es war sehr klein, dunkel - matt in der Färbung- nach knapp einer Stunde lag sie am Boden im Terrarium und rang um Luft)
Herzinfarkt wahrscheinlich in Folge von Stress durch das Umsetzen und den Transport.
Der Versuch es zu Beatmen misslingt - das Weibchen stirbt schon kurz darauf.
Zweites Weibchen, 2 Wochen später (Ersatz) ist deutlich kräftiger, äußerlich dem männlichen Tier auch viel ähnlicher, schöne Färbung, aktiv

Beide Tiere sind jetzt ca. 28 - 30 cm lang
das Aussehen von 1,1 ist fast identisch
das Männchen hat einen größeren Nackenkamm und ist allgemein schlanker (auch aggressiver) und sehr scheu- das Weibchen ist im Umfang etwas fülliger, sie ist öfter dunkler gefärbt aber mit langsamer Bewegung lässt sie sich anfassen und auch herausnehmen.
Im November 02 biss das Weibchen wahrscheinlich bei der Fütterung (gierige Fresserin) in die Pinzette, oder einem Ast.
Dabei zerbrach ein Teil des Kiefers (Zahnreihe) fast 1cm lang, was ich leider nicht gleich bemerkte. Bei der nächsten Fütterung, bemerkte ich eine Schwellung am rechten Oberkiefer. Beim Tierarzt wurde der Bruch der Zahnreihe festgestellt, welche sich entzündet hatte.
Der Tierarzt entfernte die Splitter, den Eiter und Teile von schon abgestorbenem Gewebe, was auch Teile der Zunge betraf. Er verabreichte Antibiotika und spritzte ein Stärkungsmittel (+Calcium) und behandelte die betroffenen Stellen mit einem entzündungshemmenden Mittel. Zuhause sollte ich jeden Tag die betroffenen Stellen im Maul behandeln, und ihr Antibiotika mit einer Spritze oral verabreichen, was ich auch tat. Zweimal drückte ich noch Eiter aus der recht großen Wunde, so wie es mir der Tierarzt gezeigt hatte.

Einige Wochen versuchte ich so die Entzündung der Kiefers in den Griff zu bekommen. Langsam wurde es auch besser.
Anfang Jänner 03 schwoll auch noch das linke Auge des Weibchens zu (ich glaubte das die Entzündung nun auf das Auge übergriff, und hatte Angst das sie das Auge verlieren könnte) auch durch beträufeln mit warmen Wasser, Öl, Kamillentee, lies es sich nicht oder nur kurzzeitig öffnen. Gleichzeitig bekam sie an der Schwanzwurzel einen dicken Knoten den ich als Abszess deutete.
Beim Tierarzt wurde das bestätigt.
Beim Öffnen des Abszesses, was der Arzt (ohne Betäubung mit einer Art Häkelnadel) mit wenigen Handgriffen machte, kam eine dicke gelbliche Paste zum Vorschein. Das Weibchen ließ alle Tätigkeiten ohne Gegenwehr geduldig über sich ergehen, sie biss kein einziges Mal.
Auch die Schwellung beim Auge erkannte der Arzt als Abszess und öffnete und reinigte auch dieses.
Ich behandelte zuhause weiter, indem ich, täglich die Wunden mit einem antiseptischen Mittel bestrich und auch in die Wunden einbrachte. Alles heilte recht schnell und problemlos ab.

Terrarium für meine Bergagamen

Selbstgebautes Terrarium mit modellierter Rück- und Seitenwand
Beleuchtung: Neonröhren mit Vorschaltgeräten (z. B. Reptistar/ Daylight und Arcadia/ D3) und ein Wärmespot
Bodengrund: Erd/ Sandgemisch
dichte Bepflanzung:
z. B. schnellwachsender Scinlapsus, Ficus etc.


Anfang März war das neue Terrarium für die Agamen fertig.
Als ich die Beiden umsetzte, fing das Männchen sofort mit dem Balzen an.
Was sehr interessant ist: er bekommt eine schöne kräftige Färbung, macht ruckartige Bewegungen mit dem Kopf und dem Schwanz, Aufstellen des Kammes und nickende Bewegungen, - das Weibchen, noch etwas geschwächt, ist noch nicht paarungsbereit, sie wird aber mit jedem Tag kräftiger.
Beide fressen wieder gut (hurra!)

Grüne Bergagame- Männchen

Wie ich jetzt beobachte ist sie dem Männchen gegenüber auch nicht mehr so ablehnend.
Wobei .. überraschender Weise, das Männchen sie zwar bedrängt, aber weder in den Nacken beißt, noch die Paarung erzwingt (wie es bei manch andere Reptilien- Arten vorkommt). Er wartet auf ein ok von ihr :))
Ich hoffe das sie bald paarungsbereit und trächtig wird.

Die Wunden sind schön und sauber abgeheilt, am Schwanz ist eine kleine Narbe sichtbar, die aber nach der nächsten Häutung wahrscheinlich nicht mehr zu sehen sein wird. Rund ums Auge sieht man eine dunklere Färbung der Haut, und es sieht "knöcherner" aus als wie die Umgebung des rechten Auges.




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