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  Home Tipps und Nützliches Kokzidienbefall bei Reptilien Montag, 06. Februar 2012  
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Kokzidienbefall bei Reptilien Drucken Email

 

 

Kokzidien
Kokzidien unter dem Mikroskop

 

 

Um Parasiten erfolgreich bekämpfen zu können, nützen nur extreme Sorgfalt und absolute Konsequenz.

Kokzidien sind einzellige Parasiten (Protozoen), die innere Organe befallen.
Besonders Jungtiere erleiden durch den Befall von Kokzidien schwere Schädigungen bzw. es kann sogar zum Tode der Tiere führen. Aber auch bei adulten Tieren stellen sie, bei einer durch Stress oder andere Belastungen hervorgerufener Immunschwäche, eine Gefahr dar.
Die Kokzidien, die bei Reptilien gefunden werden, werden als pathogen angesehen. Durch einen Entwicklungszyklus ohne Zwischenwirt sind Kokzidien der Gattung Eimeria von besonderer Bedeutung bei der Haltung von Terrarientieren. Eine Vermehrung der Parasiten kann auch im Terrarium erfolgen. Besondere Vorsicht ist geboten, da sie auch beim Schlupfvorgang, durch an den Eiern haftende Oozysten, auf die Babys übertragen werden.
Häufig befallen Kokzidien die Leber, die Gallenblase oder die Darmschleimhaut.
Die betroffenen Tiere leiden an zunehmender Appetitlosigkeit, verweigern die Nahrung und ein schneller körperlicher Verfall ist die Folge. Ein typisches Krankheitsbild fehlt aber meistens.

Um eine Infektion anderer Tiere zu vermeiden, müssen betroffene Tiere unbedingt separiert (Quarantäne) werden.
Bei Echsen (z.B. Chamäleons) werden Kokzidien der Gattungen Eimeria ssp. und Isospora ssp. gefunden.

Durchfallerkrankungen und Abmagerung auf Grund einer gestörten Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen die auffälligsten Symptome.
Mit einer fachgerecht und konsequent durchgeführten Behandlung sind beide Kokzidiengattungen aber mit Erfolg zu bekämpfen.
6 -8 Wochen nach Abschluss einer erfolgreichen Behandlung, muss eine erneute Untersuchung des Kotes auf den Parasiten durchgeführt werden.

Die Quarantänezeit muss dem entsprechend angepasst sein (nach der ersten Behandlung noch mind. 6 - 8 Wochen).
Sollten nach dieser Zeit immer noch Oozysten nachgewiesen werden, muss nochmals behandelt werden.

Die Behandlung mit Sulfonamiden (z.B. Borgal) ist sicherlich eine große Belastung für das Tier.
Um eine Schädigung der Nieren zu vermeiden sollte man in dieser Zeit den Tieren mehr Wasser geben, um eine vermehrte "Durchspülung" der Nieren gewährleisten. So kann eine Schädigung vom Arzneimittel vermindert oder vermieden werden.
Eine 2. Möglichkeit ist die Anwendung von Toltrazuril (Baycox).
Dieser Wirkstoff belastet die Nieren weitaus weniger und es werden auch gute Erfolge bei der Bekämpfung des Parasiten erreicht.
Die befallenen Terrarien müssen vollständig (100% ig) desinfiziert und gereinigt, - oder sogar die Einrichtung entfernt und erneuert werden, ansonsten ist eine neuerlicher Befall vorprogrammiert.
Die Kokzidiengattungen z.B. Toxoplasma gondii und verschiedene Babesia-Arten, sind sehr hartnäckig.

In den ersten Tagen ihrer Entwicklungsstadiums sterben sie innerhalb von wenigen Sekunden ab, wenn man sie heißem Wasser aussetzt, sobald sie aber ein fortgeschrittenes Stadium erreicht haben, sind sie sogar mit längeren Heißwasser- Bädern nicht umzubringen.


 

 

 

 

 

 



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