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Gesundes Klima im Terrarium Drucken Email


Ch. jacksonii Baby beim

Absichtliches Einbringen
von Insekten und Kleinstlebewesen in den Bodengrund des Terrariums
(Käfern, Würmer, Asseln etc.) .

Der Bodengrund in den Terrarien ist ein wichtiger Faktor zur artgerechten Haltung der jeweilig gepflegten Reptilienart.
Der weitgehenden Meinung nach, auch in Büchern, ist es wichtig, Terrarium, Einrichtung und Bodengrund, nahezu steril zu halten.

Um Krankheitserreger und Parasiten nicht einzuschleppen, wird empfohlen, alle Teile, die ins Terrarium eingebracht werden, ob gekauft oder im Wald gesammelt, zu sterilisieren.

Entgegen dieser Meinung praktizieren viele "alte" Terrianer, die Methode, absichtlich Ihr Becken mit z.B. Walderde zu "impfen", um so Kleinstlebewesen in ihren Bodengrund zu bringen.So hat dann jedes Terrarium sein eigenes funktionierendes Mikroklima.

Auch die Bepflanzung mit "echten" Pflanzen halte ich deshalb für sinnvoll. Es muss aber darauf geachtet werden... unbehandelte Erde (z.B. Humus, Torf, Orchideenerde) zu verwenden, um die Einbringung von Pestiziden zu vermeiden. In einem so "behandelten" Terrarium, werden Kotreste, tote Futtertiere, Futtertierreste, Häutungsreste, vermodernde Pflanzenteile ect. von den Insekten und Bodenorganismen rasch aufgenommen und abgebaut - und damit mögliche Krankheitskeime vernichtet.

Außerdem ernähren sich viele Käfer und Insektenarten hauptsächlich von abgestorbenen Pflanzenteilen, Aas und Kotresten- und sind somit eine Art "Gesundheitspolizei" im Terrarium.
Das zusätzliche Einbringen von z.B. einigen Zophobas Käfern, Mehlwurm Käfern, Regenwürmer, Kellerasseln u.s.w., ist aus diesen Gründen sinnvoll und empfehlenswert.
Natürlich muss auch hier mit Sorgfalt gehandelt werden um keine echten Schädlinge ins Terrarium einzuschleppen.
Einige der eingesetzten Insekten werden sicher als willkommener Leckerbissen am Speiseplan der Terrarienbewohner landen.
Zophobaskäfer z.B. werden aber von den meisten Reptilien verschmäht. Sie besitzen eine Stinkdrüse.

Ein anderer Aspekt ist auch, dass sich die Pflege des Terrariums vereinfacht, da ein Bodengrund mit Mikroklima selten gewechselt werden muss und eigentlich fast keine zu entfernenden "Abfälle" mehr vorhanden sind.

Wie man es letztendlich in den eigenen Terrarien händelt, liegt in der Betrachtungsweise des Halters. Durchführbar ist diese Praktik aber bei allen Terrarienböden, außer auf reinem Sand. Aber auch in Wüstenterrarien, kann man Zophobas Käfer setzen, die dann fleißig an der Kotbeseitigung arbeiten.

Fakt ist, dass in zu steriler Umgebung, die Tiere (Menschen auch) anfälliger werden gegenüber Krankheitserregern und Keimen.

Das Immunsystem gesunder Lebewesen ist darauf ausgereicht, Angriffe von Vieren und Bakterien auf den Körper abzuwehren.

Manchmal ist es besser mit natürlichen Möglichkeiten, ein vernünftiges Mittelmaß zu finden, um ein gesundes Klima im Terrarium zu erreichen.


Vielleicht eine Überlegung wert?





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