Ch. hoehnelii sind, wenn man die Haltungsanforderungen gewissenhaft erfüllt, recht einfach nachzuzüchten.
Grundvorrausetzungen um gesunde Nachzuchten zu erhalten sind eine Nachtabsenkung von ca. 10- 15° C, und eine ausgewogene Ernährung.
Die Temperatur (Tag und Nachttemperaturen) spielt bei den Montanen Arten eine wesentliche Rolle, auch oder gerade bei der Trächtigkeit (Entwicklung der Eier) der Weibchen.
Bei zu hohen Nachttemperaturen können die Chamäleons nicht richtig schlafen, was auf längere Sicht ihr sicheres Ableben bedeutet.
Möglicherweise nimmt die Temperatur während der Trächtigkeit auch Einfluss auf die Ausbildung der Geschlechter das ist zwar bei den Chamäleons noch nicht vollständig erforscht, aber es gibt durchaus ernstzunehmende Erfahrungsberichte diesbezüglich. Auf alle Fälle aber nimmt die Temperatur einfluss auf die Lebensfähigkeit der geborenen Jungtiere.
Nur die stärksten und widerstandsfähigsten Baby überleben die schwierige Phase der Aufzucht.
Vorraussetzung für gesunde Nachzuchten sind als erstes gesunde Elterntiere.
Die Ch. hoehnelii Weibchen erreichen ca. mit 6- 8 Monaten ihre Geschlechtsreife.
Ab diesen Alter können Weibchen mit den adulten Männchen verpaart werden.
Dazu setzt man das Weibchen in das Terrarium des Männchens, das dann höchst wahrscheinlich sofort beim Anblick des Weibchens mit dem Balzen beginnt.
Genauere Angaben zur Paarung, Trächtigkeit und Geburt der Jungtiere sind Hier nachzulesen.
Eine besondere Fähigkeit bei Ch. (T) hoehnelii ist die Vorratsbefruchtung (Spermaspeicherung = Amphigonia retardata).
Bei einer erfolgreichen Paarung werden lebende Spermien in der Receptaculum seminis (verzweigten Drüse an der Eileiter) gespeichert.
Das Weibchen kann mehrere (bis zu 5) Gelege oder Geburten auch ohne weiteren Kontakt zu einem Männchen absolvieren.
Allerdings erhöht sich bei Geburten aus der Vorratsbefruchtung die Ablage von unbefruchteten Eiern, Embryonen, Föten und lebensunfähigen Jungtieren.
Meiner Meinung nach sollte eine Trächtigkeit aus einer Vorratsbefruchtung vermieden werden.
Das Weibchen wird durch eine sofortige neue Trächtigkeit wieder sehr beansprucht und trotzdem hat man wenig Erfolg und Aussicht auf gesunde, lebensfähige Junge.
Leider beträgt die Lebensdauer Ch. hoehnelii nur einige, wenige Jahre (2- 4 Jahre), die Weibchen setzten in ihrer Lebensspanne (nach erreichen der Geschlechtsreife) nur etwa 4- 5 Gelege ab. Bei einer Trächtigkeitsdauer von 5- 6 Monaten (150- 180 Tagen) verliert man 1/2 Jahr bevor man die Elterntiere neuerlich zur Paarung bringen kann.
In manchen Büchern (z. B. Chamäleons- Drachen unserer Zeit,) wird empfohlen nach der Geburt der Babys einige Zeit (ca. 5- 6 Wochen) zu warten, bevor man die Elterntiere wieder zusammen setzt.
Davon würde ich abraten.
Was vernünftig klingt (Erholung für das Weibchen), kann sich, meiner Erfahrung nach, negativ auswirken.
Die kurze Zeitspanne nach der Geburt reicht aus, dass Spermien aus der Vorratsspeicherung sich in den Eizellen des Weibchens einnisten und somit befruchten.
Bis dann die Elterntiere neuerlich zusammen gesetzt werden (5- 6 Wochen) ist das Weibchen aus der Vorratbefruchtung bereits wieder trächtig.
Ich setze meine Tiere ca. 1 Woche nach der Geburt wieder zusammen.
Trächtigkeit und Geburt
aus einer Vorratsbefruchtung Hier nachzulesen.
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