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  Home Die Beleuchtung Sonne im Heim- Teil 1 Montag, 06. Februar 2012  
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Die Sonne im Heim - Gastbeitrag von Ing. Peter Neuwirth

Inhalt

Was ist Licht?
Das Sonnenlicht
Quecksiberdampfhochdrucklampen
Natriumdampflampen
Glüh- und Halogenlampen
Leuchtstofflampen
Metall- Halogendampflampen
Lichttechnik
Stromkosten
Beleuchtungsstärke
Photosynthese
Algen
Sicherheit
Tabelle der Lampenarten
Sparlampen
Dimmern
Photoperiodismus
Copyright

Beleuchtung-
eines der wichtigsten Themen für die erfolgreiche Haltung von Terrarientieren. Die Aufgaben des Lichtes sind äußerst vielfältig.
Es geht nicht nur um die Helligkeit, sondern auch um Wärme, UV-Strahlung und die Stoffwechselanregung der Tiere wie auch der Pflanzen.
Das natürliche Sonnenlicht besteht aus vielen Strahlungsbereichen, die teilweise, wie zum Beispiel das ultraviolette Licht, für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar sind. Neben den "nützlichen" Strahlen gibt es bekanntermaßen auch "gefährliche" Strahlungen. Die harten Lichtwellen der UV-B-Strahlung zum Beispiel sind der Spektralbereich, der bei den Menschen als krebserregend gefürchtet ist, aber auch das für den Knochenaufbau wichtige Vitamin D³ aktiviert.
In den wenigsten Fällen wird es möglich sein das Lichtbedürfnis der Tiere ohne Zusatzbeleuchtung stillen zu können. Zumindest in unseren Breiten ist man immer genötigt, das natürliche Sonnenlicht so gut es geht aufzuwerten oder zu ersetzen. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, sind die Möglichkeiten mit künstlicher Beleuchtung begrenzt und auch enttäuschend, wenn man es mit der Lichtwirkung natürlicher Strahlung vergleicht. Schon deshalb sollte ein Terrarium an einer möglichst hellen Stelle mit viel natürlichem Sonnenlicht aufgestellt werden. Wichtig ist es allerdings, darauf zu achten, dass sich das Becken nicht überhitzt, da die Tiere sonst einen Hitzschlag erleiden können.
Laut Paul Heinrich Stettler (Handbuch der Terrarienkunde) "messen wir in unseren Breiten in der Sonne 100 000 Lux, im Schatten etwa 10 000 Lux, am Zimmerfenster etwa 2 000 Lux und in etwa 2m Entfernung vom Fenster nur noch 300 Lux Beleuchtungsstärke."
Es gibt verschiedene Lampentypen, die dazu beitragen in der richtigen Kombination ein möglichst optimales Strahlungsspektrum zu erreichen. Je nach den Bedürfnissen der zu haltenden Tiere, muss der Pfleger die Entscheidung für den geeigneten Lampentyp /-Kombination treffen.
So sind die Anforderungen von nacht- bzw. tagaktiven Tieren natürlich unterschiedlich. Während tagaktive Tiere die Helligkeit und auch die Wärme der Lampen brauchen, entfällt bei den nachtaktiven Tieren zumindest der Bereich Helligkeit.

Nachfolgend sollen einige Lampentypen mit ihren Eigenschaften vorgestellt werden
Unsere Wohnräume, in die wir uns ein Stück Natur holen wollen, Aquarien oder Terrarien mit Pflanzen halten und diese eventuell auch vermehren oder zum Blühen bringen möchten, sind dazu leider in der Regel nicht sehr geeignet.
Oft ist das Licht einer der am meisten limitierenden Faktoren. Dass Pflanzen nicht "nur von Licht leben", ist mir schon bewusst; die anderen Umweltfaktoren sind aber meist einfach realisierbar und außerdem nicht Gegenstand des vorliegenden Artikels.
Steht ein Glashaus oder ein Wintergarten zur Verfügung, so sind viele, aber nicht alle Probleme gelöst. Die weniger Glücklichen müssen trotzdem nicht auf prächtiges Pflanzenwachstum verzichten: Sinnvoll eingesetzte Beleuchtungstechnik vermag das natürliche Licht weitgehend zu ersetzen. (Ich möchte dabei besonders das Wort "sinnvoll" betont wissen, denn nur möglichst viele Lampen zu montieren oder "Hightech" um jeden Preis sind sicher kein Garant für Erfolg.)

Was ist Licht?

Sichtbares Licht ist eine elektromagnetische Wellenstrahlung im Bereich der Wellenlängen von ca. 380 Nanometer (blauviolett) über blau, grün, gelb bis 720 nm rot (1 nm = 1 Milliardstel Meter). Die Wellenlänge ist ein Maß für die für die Lichtfarbe. Im Bereich besonders kurzer Wellenlängen schließt der Ultraviolettbereich an, längere werden Infrarot genannt.

Sind sämtliche Wellenlängen ungefähr gleich stark vorhanden, so erscheint uns das Licht weiß. Da verschiedene Lichtquellen oft sehr unregelmäßige Lichtzusammensetzungen liefern, ist das Spektrum ein wesentliches Beurteilungskriterium. Das Spektrum ist ein Diagramm, aus welchem man ablesen kann, mit welcher Intensität jede einzelne Lichtfarbe abgegeben wird.
Unsere Augen erfassen das von beleuchteten Objekten reflektierte Licht; ungleichmäßig vorhandene Wellenlängen vermitteln uns den Eindruck von Farbigkeit. Farben, die nicht mit entsprechendem Licht beleuchtet werden, erscheinen verfälscht; sie zeigen sich erst bei weißem Licht wie Sonnenlicht oder vergleichbar breitrandigem Kunstlicht
In der Regel wollen wir unseren Pfleglingen möglichst naturnahe Verhältnisse bieten. Der Schluss liegt nahe, zuerst zu analysieren, wie diese tatsächlich beschaffen sind und dann mit den Daten unserer künstlichen Lichtquellen zu vergleichen.
Das Sonnenlicht deckt lückenlos (= kontinuierlich) und nahezu gleichmäßig den Bereich des sichtbaren Lichtes ab.
(Alle angeführten Spektren sind Skizzen.)

Im Vergleich dazu geben künstliche Lichtquellen praktisch nie dieses gesamte Spektrum ab, manche, wie z.B. die verbreiteten Quecksilberdampfhochdrucklampen (HQL), produzieren sogar ein ausgesprochenes Linienspektrum. Das bedeutet, das erzeugte Licht enthält einige wenige Lichtfarben in starkem Ausmaß (oft nur eine Mischung aus 3 bis 5 Farben!), während alle anderen dazwischen durch Abwesenheit glänzen. Nicht enthaltene Farben können von beleuchteten Objekten nicht reflektiert werden und fehlen daher dem optischen Eindruck.

Im Vergleich dazu geben künstliche Lichtquellen praktisch nie dieses gesamte Spektrum ab, manche, wie z.B. die verbreiteten Quecksilberdampfhochdrucklampen (HQL), produzieren sogar ein ausgesprochenes Linienspektrum. Das bedeutet, das erzeugte Licht enthält einige wenige Lichtfarben in starkem Ausmaß (oft nur eine Mischung aus 3 bis 5 Farben!), während alle anderen dazwischen durch Abwesenheit glänzen. Nicht enthaltene Farben können von beleuchteten Objekten nicht reflektiert werden und fehlen daher dem optischen Eindruck.

Der Extremfall zeigt sich bei Natriumdampflampen, wie wir sie von der Straßenbeleuchtung kennen. Das ist das grausliche, gelbe Licht, bei dem nur gelbe Autos wie am Tag aussehen; lässt weiße gelb erscheinen; rote ,blaue und grüne dagegen schwarz. Für unsere Zwecke ist es absolut nicht geeignet.


Glüh- und Halogenlampen liefern ein kontinuierliches (lückenloses) Spektrum. Dieses ist uns vom Kerzenlicht oder von der Abendsonne vertraut. Leider fehlen Blauanteile fast völlig.


Leuchtstofflampen (und nicht Neonröhren - die geben nämlich rotes Licht und eignen sich damit nur für Leuchtreklamen) versorgen uns auch mit Blauanteilen. Das Spektrum Wirkungsgradoptimierter Leuchtstoffröhren ist allerdings oft sehr "buckelig" und damit trotzdem farbverfälschend.



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