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Ernährung und Geschlechtsreife |
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Zusammenhang von Ernährung und Geschlechtsreife bei Chamäleonweibchen

Trächtiges Ch. hoehnelii
Die Ernährung bei den Chamäleons ist ein heikles Thema.
Sie ist Grundlage für die Aufzucht und Entwicklung, der Gesundheit (funktionierender Stoffwechsel, Organe etc.) und der Geschlechtsreife.
Nicht nur die richtige Zusammensetzung der Nahrung spielt dabei eine wichtige Rolle, sondern vor allem auch die Menge des Futterangebots.
Wie bei viele (in Terrarien gehaltenen) Reptilienarten, werden auch die (juvenilen und adulten) Chamäleons nicht jeden Tag gefüttert.
Futterpausen ermöglichen eine gesunde Verdauung und erhöhen die Lebensdauer der Tiere. Ausgenommen sind Babys oder schwächliche und kranke Tiere, sie können so viel fressen wie sie wollen.
Das Erreichen der Geschlechtsreife von den Chamäleon Weibchen steht im engen Zusammenhang mit der angebotenen Futtermenge.
Der Zeitpunkt der Geschlechtsreife unterscheidet sich nach Art (Größe und Lebensdauer) der Chamäleon.
Je kleiner Chamäleonarten sind, desto kürzer ist im allgemeinen die erreichbare Lebensdauer der Tiere, und umso früher tritt die natürliche Geschlechtsreife ein.
Bei einem zu gutgemeintem Nahrungsangebot (super.. schau mal wie toll es frisst!) erreichen Chamäleonweibchen frühzeitig die Geschlechtsreife, das heißt: sie erreichen die Geschlechtsreife bevor die körperliche Entwicklung abgeschlossen ist.
Die Auswirkungen die diese Entwicklung nach sich ziehen kann sind fatal.
Viele Arten entwickeln auch ohne Befruchtung (Paarung mit einem Männchen) manchmal übermäßig viele oder/ und abnorm geformte Eier.
Daß das für einen noch im Wachstum befindlichen juvenilen Körper, eine enorme Belastung darstellt, kann man sich vorstellen.
Vorallem entwickelt sich aus dieser frühzeitigen Trächtigkeit sehr oft eine Legenot.
Ursache dafür ist
Die Trächtigkeit als solches wird in einem so frühen Alter vom (Anfänger-)Halter oft nicht erkannt
noch kein geeigneter Ablageplatz vorhanden ist
Die Weibchen übermässig viele Eier entwickeln, die sie nicht ablegen können
Die Eier abnorm geformt sind (unförmig oder übergroße Eier)
Falls eine akute Legenot bereits eingetreten ist, kann der Tierarzt versuchen die Eier operativ zu entfernen. Aber auch im besten Fall ist da viel Glück erforderlich damit das Tierchen überlebt.
Empfohlen werden muss, bei Auffälligkeiten oder Verhaltensänderungen (Fressverweigerung, keine Kotabgabe etc.) der Chamäleons schon frühzeitig einen reptilienkundigen Tierarzt aufzusuchen.
Der Auspruch: Ein krankes Chamäleon ist auch gleich ein totes Chamäleon- hat immer noch sehr viel Wahrheit und seine Gültigkeit.
Das Problem mit der "frühzeitigen Geschlechtsreife" bei Chamäleonweibchen betrifft hauptsächlich unerfahrene Chamäleonhalter und ist gerade bei so genannten "Anfängerarten" wie z. B. Ch. calyptratus eine sehr häufige Todesursache!
Anfängern sollte empfohlen werden mit einem männlichen Tier in die Chamäleonhaltung einzusteigen. Sie sind geschlechtsbezogen "einfacher" zu halten.
Wobei gesagt werden muss, daß Chamäleons grundsätzlich nicht "einfach" zu halten sind.
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Kleiner Nahrungsplan
Insekten:
Heuschrecken, Grillen, Heimchen, Schaben, Fliegen, Asseln, Mehlwürmer, Zophopas, Wachsmotten (Bienenmaden)
- im Sommer sind gekeschte Insekten eine willkommene Bereicherung (Achtung Artenschutz) des Futterplans.
Großen Tiere füttert man manchmal ein kleines Säugetier (Babymaus)
Vegetarische Kost:
Manche Chamäleons nehmen auch gerne gewisse Blätter, Salat, Wildkräuter (z.B. Löwenzahn, Klee), Obst- und Gemüsesorten (Trauben, Tomaten, etc.)
zusätzliche Gabe von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten
die Wichtigkeit der Vitamin und Mineralstoffgaben ergeben sich aus der Tatsache, das sogar die beste Beleuchtung in den Terrarien, in keiner Weise das Sonnenlicht ersetzten kann.
Sonnenlicht benötigen die Tiere nicht nur für die Temparaturregelung (wechselwarm) und Helligkeit (Tag/ Nacht) sondern (UV- Strahlen) bilden z.B. in der Haut der Tiere das (überlebens-) wichtige Vitamin D3, das die Aufnahme von Calcium (C++) im Körper regelt.
Gekaufte Futterinsekten sind recht nährstoffarm (sie haben die Sonne nie gesehen), auch wenn man sie, vor dem Verfüttern, einige Tage "gesund" ernährt.
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