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  Home Terrariumbau Bau eines Teiches Montag, 06. Februar 2012  
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Bau eines Teiches Drucken Email

In mein großes Wasseragamen- Terrarium habe ich einen Teich mit den Maßen 80 x 80 x 35 cm gebaut.
Der Aufwand an Zeit, Arbeit und Geld, lohnt sich wie ihr an dem Ergebnis sehen könnt.

fertiger Teich

Wenn ihr auch einen Teich bauen wollt aber noch unschlüssig seit, wie ihr es in den Angriff nehmen sollt, hilft euch vielleicht meine kleine Bau- Anleitung.

Baumaterialien

Eine Wanne in der gewünschten Größe
Das Material der Wanne bleibt euch überlassen, wichtig ist nur das sie „bruchsicher“ ist. Wegen der Abgabe von belasteten Stoffen aus dem Material braucht ihr euch keine Gedanken machen. Der Teich wird absolut dicht.
Ich habe eine Metall- Wanne verwendet, die mir ein Freund nach den erforderlichen Maßen hergestellt hat. Zusätzlich hat er mir in die Wanne ein Abflussloch geschnitten. Ich habe unter meinem Terrarium einen Abfluss eingebaut. Das ist aber nicht wirklich nötig, vereinfacht aber den Wasserwechsel und die Generalreinigung des Teiches.
Styroporplatten in verschiedenen Stärken
Silikon
Fliesenkleber
Farbe

Ich habe (recht schnell trocknenden) Sprühlack in 2 verschiedenen Farbtönen (braun und grün) verwendet
Epoxydharz
Mörtel, Zement etc.
für den Einbau ins Terrarium
Tipp:
Leichtzement (für Elektriker, aus Styroporkügelchen und Mörtel)

schnell trocknend, leicht zu verarbeiten, zu formen und kaum Gewicht
Naturmaterialien
Sand, Kies etc.
Werkzeug
verschiedene Messer oder Klingen
Spachteln
einige Pinsel verschiedener Stärken
ein bisschen Phantasie, Geschick und Geduld

Wanne mit Styropor ausgelegt

Zuerst wird die Wanne (Boden und Rand) mit den Styroporplatten ausgekleidet.
Dafür schneidet man aus den Platten Stücke aus, passt sie der Wanne an und klebt sie mit dem Silikon dicht ein.
Da ich nicht nur eine „Wassergrube“ haben wollte, habe ich aus den verschieden starken Styroporplatten Teile zugeschnitten, nach meinen Vorstellungen bearbeitet und geformt, um sie als Terrassen und Stein- Imitate im Teich aufzubauen.
Das ist zwar um einiges mehr Arbeit, erleichtert den Tieren aber den Ein- und Ausstieg vom Teich und sieht auch gleich um einiges besser aus.
Sinnvoll ist es zuerst alle Teile auszuschneiden und einzupassen, bevor man sie dann endgültig einklebt.
Zusätzlich habe ich für den Außenrand des Teiches noch „Steine“ geschnitten, um dann ein natürlicheres Aussehen des eingebauten Teiches zu erreichen. Diese „Steine“ werden noch nicht verklebt, erst ganz am Schluss, nach dem Einbau ins Terrarium.

Fliesenkleber wird aufgetragen

Nach dem Trocknen des Silikons, wird Fliesenkleber mit der Spachtel auf das Styropor aufgetragen. Auch jeder einzelne „Steinplatte“ wird rundherum bestrichen.
Wichtig ist es wirklich sorgfältig zu arbeiten und alle Ritzen und auch die Unterseiten der Styroporbauten zu bestreichen.
Besser ist es, mehrere dünne Schichten aufzutragen, als eine dicke.
Zwischen jeder Schicht muss man der Fliesenkleber gut trocknen lassen: Die genauen Trockenzeiten stehen auf der jeweiligen Packung.

Farbe wird aufgetragen

Nach dem Abtrocknen der letzten Schicht wird der Teich nun mit den gewählten Farben nach Wunsch eingefärbt.
Mit dem Sprühlack funktioniert es sehr einfach und schnell.

Zubehör: Steine Imitationen für den Rand

Der letzte aber wichtigste Schritt zur Fertigstellung des Teiches ist die Versiegelung mit Epoxydharz. Die richtige Wahl des Epoxydharzes ist schon wichtig. Eine Beratung im Farbengeschäft ist sinnvoll.
Am einfachsten ist es das Harz mit dem Pinsel in mehreren Schichten aufzutragen. Für diese Arbeit ist es sinnvoll Gummihandschuhe zu tragen, und den Boden „rundum“ abzudecken.
Da das Harz einen recht starken Eigengeruch aufweist, ist eine gute Belüftung notwendig. Ich habe mich dafür auf die Terrasse verzogen. Um die Teile von allen Seiten einzustreichen, braucht man etwas Geduld (ist schon eine „Patzerei“). Trotzdem ist es das Wichtigste, wirklich jeden Millimeter des Teiches und dem Zubehör einzustreichen. Ansonsten wird es nicht dicht.
Ich habe gesamt 3 Schichten Harz aufgetragen. Zwischen jeder Schicht müssen die Trockenzeiten eingehalten werden. Bei dem von mir verwendeten Epoxydharz sind die Überstreichintervalle auf ca. 6 Stunden begrenzt.
In die letzte Schicht Harz habe ich bei den Dekorationssteinen etwas Sand und Aquarienkies eingestreut. Ob man das macht ist natürlich Geschmacksache, mir hat die glatte, glänzende Oberfläche nicht wirklich gefallen.
Wenn man ein Abflussloch in der Wanne hat, ist es notwendig dort besonders sorgfältig das Harz aufzustreichen.

Insgesamt habe ich für meinen Teich 6 Dosen a’ 1l von dem Harz verbraucht. Allerdings habe ich im Terrarium noch einen Teil von der Rückwand und die Umgebung des eingebauten Teiches mit eingestrichen.

Alle Teile mit Epoxidharz bearbeiten

Nach dem Trocknen aller Teile wird der fertige Teich ins Terrarium eingebaut.
Das habe ich mit dem Elektriker Leichtmörtel getan.
Da das Material schnell trocken wird, immer nur kleine Mengen davon anrühren. Nach dem Trocknen wird die Oberfläche mit Farbe besprüht und auch mit Epoxydharz versiegelt. Erst jetzt habe ich die zusätzlichen Dekorationssteine auf den Teichrand mit Silikon aufgeklebt.

Einbau des Teiches

Die Anschlussteile für den Abfluss habe ich angebracht, und den Teich mit einer „Gummilippe“ verschlossen.

Ich habe in meinem Teich einen AquarienFilter mit Pumpe und einen Heizstab eingebracht. Zusätzlich noch eine Unterwasserlampe. Einige Wasserpflanzen vervollständigen die „Einrichtung“. Seit ca.5 Monaten beherbergt mein Teich jetzt auch noch einige Fische. Da wird zwar mal einer zum Leckerbissen für meine Wasseragamen, aber das ist ja eh vorgesehen.

Teichbewohner
Fische im Teich






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