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Der Leopardgecko- Eublepharis macularius
Eublepharis macularius ist die Spezies typica der Gattung von Eublepharis und diese wiederum die Nominatgattung der Unterfamilie der Eublepharidae. Die erste wissenschaftliche Beschreibung erfolgte schon 1853.

Vorkommen
mittleres Asien- , S- Irak, Iran, Afghanistan, Pakistan bis in den Nordwesten Indiens
Habiat/ Biotop
Wüsten- oder steppenartige Gebiete (aber keinesfalls trockene Sandwüsten) bis in eine Höhe von 2100 m
Tagsüber verbergen sich die Tiere in schattigen leicht feuchten natürlichen oder Selbstgegrabenen Wohnhöhlen, die sie zur Nahrungssuche meistens in der Dämmerung verlassen. In ihrem natürlichen Habiat leben die Geckos in Kolonien von einigen bis zu einigen Tausend.
Größe
Durchschnittlich 25 cm, es gibt aber auch Exemplare die 30 cm überschreiten, uns Andere die nur die Größe von 15 cm erreichen.
Lebenserwartung: 10 Jahre und mehr (bei guter Pflege)
Beschreibung
Leopardgeckos haben einen im Durchschnitt rundlichen kräftigen Körper.
Der massige, von den Backen bis zur Schnauze spitz zulaufende, Kopf ist vom Körper deutlich abgesetzt und das Trommelfell ist gut sichtbar.
Die fünf schmalen Zehen der Leopardgeckos enden jeweils in einer kräftigen, farblosen Kralle.
Der Schwanz ist etwa so lang wie der Körper, auf dem sich „ringartig“ vergrößerte Tuberkelschuppen befinden.
Wird der Schwanz abgeworfen bilden sich am Regenerat meistens keine Tuberkelschuppen mehr aus, er bleibt meistens glatt und „rübenartig“.
Die Grundfärbung der Nominatform ist weißlich/rosa, teilweise gelblich, darauf sind zahlreiche dunkle (schwarze) Flecken und Punkte. Die Haut ist nicht glatt, sondern auf der Oberseite befinden sich zahlreiche erhöhte Tuberkelschuppen. Die Unterseite des Leopardgeckos ist hell. Die Jungtiere unterscheiden sich in der Färbung und Zeichnung erheblich von den adulten Tieren.
Bei den Leopardgeckos gibt es viele verschiedene Farbzüchtungen (z.B High-Yellow, Leucistische, Albino, Striped, Jungle etc)
Geschlechtunterschied
- Männchen
zwei leichte „Wölbungen“ = Hemipenistaschen, und deutlich sichtbaren Präanalporen, beidseitig auf der Unterseite des Schwanzansatzes
adulte Tiere: größer und kräftig gebaut als Weibchen
Durch die Temperaturwahl bei der Inkubation der Eier, lässt sich das Geschlecht der Geckos und die Zeitigungsdauer beeinflussen.
Haltung
Zur Terrarienhaltung eignen sich am Besten Gruppen von 1, 2 oder
1, 3. Es empfiehlt sich immer nur 1 Männchen und x Weibchen zusammen zusetzen.
Die Männchen sind territorial, also unverträglich untereinander. Die Größe des Terrariums muss dem Besatz angepasst sein.
Das Terrarium für eine 1,3 Gruppe sollte eine Grundfläche von 100 x 50 cm nicht unterschreiten.
Ich persönlich halte das für adulte Tiere zu eng bemessen.
Je Größer das Terrarium desto mehr natürliche Verhaltensmuster der Tiere werden sichtbar.
Als Bodengrund eignet sich Sand und Kies in verschiedenen Körnungen, am besten eignen sich Sandgemische mit Kies, Erde, Lehm etc.
Als Einrichtung eignen sich Wurzeln, Steinbauten, die aber gut befestigt werden müssen. Ebenso benötigen Leopardgeckos Versteckplätze, die Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Die Plätze sollten im Vergleich der Umgebungstemperatur relativ feucht, kühl- eng und dunkel sein, damit das Tier mit dem Rücken und den Seiten des Körpers in irgendeiner Form Kontakt mit dem Versteck aufnehmen kann.
Die Leopardgeckos sind dämmerungs- und nachtaktiv, aber auch untertags kommen sie manchmal zum „Sonnenbaden“ aus ihren Verstecken. Trotzdem die Geckos nachtaktiv sind hat auch Beleuchtung des Terrariums seine Wichtigkeit. Spezielle Lichtbedürfnisse haben die Geckos nicht. Aber der Wechsel hell/ dunkel also Tag/ Nacht bestimmt bei allen „höheren“ Lebewesen den Rhythmus der Aktivitäten. Für diese Zwecke eignen sich z.B. Neonröhren mit Vorschaltgeräten (z.B. Reptistar Daylight), die ein tageslichttaugliches Licht ergeben. Wärmespot/ s um die erforderlichen Temperaturen im Terrarium zu erreichen und den Tieren ein gelegentliches „Sonnenbad“ zu ermöglichen, runden die Beleuchtung schon ab.
Eine UV Bestrahlung ist nicht unbedingt notwendig.
Die Beleuchtungsdauer im Sommer beträgt ca. 14 Stunden.
Es empfiehlt sich noch ein kleines Nachtlicht (Moonlight) einbringen, da die Augen der nachtaktive Reptilien "Restlichtverstärker" sind, und sie bei absoluter Dunkelheit nichts sehen können- und um die Tiere besser beobachten zu können und auch, um noch einen Wärmequelle nachts zu bieten.

Temperatur
Tag: 20- 28° C, lokal 35° C,
Nachtabsenkung: auf Zimmertemperatur
Eine Luftfeuchtigkeit von ca. 50% erreicht man am Besten durch abendliches Sprühen.
Eine Ecke des Terrariums sollte ständig feucht gehalten werden, da die Leopardgeckos diese zur Eiablage benötigen.
Ernährung
Alle gängigen Futterinsekten, adulte Tiere manchmal eine nackte Maus,
Vitamin und Mineralstoffe
Wasserschale
Adulten Weibchen sollte man zusätzlich Kalk (geriebene Sepiaschale) in einem Schälchen zur freien Entnahme anbieten (für die Eibildung)
Fortpflanzung
Die Geschlechtsreife der Leopardgeckos tritt erst mit 1 ½- 2 Jahren ein.
Die Paarung erfolgt kurz nach der Zusammensetzung der Tiere. Das Männchen läuft dem Weibchen hinterher und versucht es durch einen Biss in den Nacken am Fortlaufen zu hindern. Bleibt das Weibchen stehen, schiebt das Männchen parallel zum Weibchen, seinen Schwanz unter dem des Weibchens und begattet sie. Lässt man die Geckos zusammen, wiederholt sich die Paarung nach einigen Tagen.
Das trächtige Weibchen sollte nährstoffreich gefüttert werden. Die 2 Eier sind von außen durch die Haut erkennbar. Den Zeitpunkt der Eiablage erkennt man daran, das die Weibchen unruhig im Terrarium herum laufen und anfangen Gruben auszuheben.
Sie legt meistens 2 weichschalige, lederartige Eier in eine Grube ab. Es empfiehlt sich die Eier zu inkubieren.
Die Weibchen können pro Saison 2 bis 6 Gelege a’ 2 Eier ablegen.
Am einfachsten ist es, den Weibchen zumindest eine "Eiablegehöhle" zu bieten.
Das hat den großen Vorteil, das man die abgelegten Eier leicht findet, und beste Bedingungen- für die Eiablage und die Eier-im Behälter hergestellt werden.
Ich verwende dazu eine ca. 25x 12x 6 cm (LxBxH) Plastikbox mit Deckel (Tupperware :-) ), auf der ich an einer Seite ein 2x2 cm großes Loch als "Eingang" geschnitten habe.
Dann wird nur noch feuchtes grabfähiges Substrat (Torf, lehmiger Sand, Erde etc.) bis ca 1-2 cm unter den Deckel eingefüllt, und die so geschaffene Eiablegehöhle im Bodensubstrat des Terrariums an einer geschützten, warmen Stelle etwas eingegraben. Regelmäßig nachfeuchten.
Bei mir wird diese Konstruktion sehr gut angenommen, nach Abnahme des Deckels kann man das Substrat einfach nach den abgelegten Eiern untersuchen.
Winterruhe
Von Anfang Dezember bis Ende Februar sollten die Tiere eine Winterruhe halten.
Das gilt allerdings nur für gesunde, kräftige Tiere. Dafür wird die Beleuchtungzeit im Terrarium schon ab November nach und nach verkürzt, und die Temperaturen so um einige Grade gesenkt. Währenddessen wird zwar Wasser angeboten aber kein Futter mehr. In der Zeit wird das Substrat steht’s feucht gehalten. Die Geckos kommen in der Winterphase manchmal hervor um etwas zu trinken. Ansonsten werden die Geckos vollkommen in Ruhe gelassen.
Vorsicht: der Raum muss immer frostfrei bleiben.
Februar/ März werden die Temperaturen und Beleuchtungszeiten langsam wieder erhöht. Nachdem die Tiere wieder erwachen, fängt man ein paar Tage später an sie vorsichtig zu Füttern.
Meine Tiere gehen im Herbst von allein in Winterruhe und kommen erst Ende März selbstständig wieder hervor.
Nach der Winterruhe beginnt gleich die Paarungszeit.
Um den Tieren die Möglichkeit zu geben sich stressfrei zu erholen und die Fettreserven wieder etwas aufzufüllen, empfiehlt es sich die Geschlechter anfangs zu trennen.

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