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Die Häutung Drucken Email


Die Haut der Reptilien setzt sich aus drei Schichten zusammen.
Da die äußerste Hautschicht aus abgestorbenen Keratinzellen besteht, kann sie nicht mitwachsen und muss abgestoßen werden.
Um die "zu klein werdende" Haut loszuwerden, muss sich das Tier häuten.
Solange die Tiere im Wachstum sind häuten sie sich- in unregelmäßigen Abständen- recht häufig. Aber auch wenn sie in ihr Erwachsenalter erreicht haben wird von Zeit zu Zeit die Haut erneuert.

Und so geht's:
Die "alte" Haut löst sich dabei mehr oder weniger leicht, je nach Reptilart, vom Körper ab.
Das eine Häutung bevorsteht erkennt man daran, das die Haut des Tieres, von äusseren Erscheinungsbild her, sich milchig- blass verfärbt, und sich teilweise vom Körper abhebt. Jetzt muss das Reptil nur noch die alte Haut loswerden...

Ch. calyptratus bei der Häutung

Manche Reptilien verändern- wenn die Häutung ansteht- ihr Verhalten und stellen z.B. das Fressen ein.
Einige Arten häuten sich innerhalb weniger Stunden, manche brauchen Tage, Wochen dafür, sich vollständig zu häuten.

Manche Reptilienarten häuten sich in kleinen "Fetzen" (z.B. diverse Chamäleonarten, Wasseragamen etc:), andere wiederrum häuten sich in einem Stück.
Einige Geckoarten reissen (beissen) die "alte, lose" Haut auf und ziehen sie mit Hilfe der Zähne und Füsse von hinten vor über den Kopf, und fressen sie gleich auf. Dieses Verhalten konnte ich schon bei meinen Leopardgeckos und einigen Phelsuma Arten beobachten.
Einige Reptilienarten "schaben" sich an rauhen Gegenständen (Steine, BaumRinde etc.) um die Haut abzustreifen.
Bei manchen Reptilien bleibt die zu klein gewordene Haut in einem Stück (und Form) zurück.
Die gelöste Haut zeigt nicht die Färbung des jeweiligen Tieres

Haut von einer Strumpfbandnatter

Bei den Schlangen z. B. bleibt die Haut oft in einem Stück zurück. Die Innenseite der alten Haut wird dabei nach aussen gestülbt.
Das ist der Häutungsrest einer etwa 50 cm langen Strumpfbandnatter. Gut zu erkennen, Ober- und Unterseite, das Maul, und sogar die Augen.

Häutungsrest von einer Wasseragame

Das ist ein Teil von dem Schuppenkleid meines Wasseragamen Männchens. Gut zu erkennen, die einzelnen Schuppen und das die Nackenstacheln mitwachsen und sich auch mithäuten müssen.

Nach der Häutung sollte man das Tier kontrollieren, ob es sich auch vollständig gehäutet hat.
Das ist deshalb so wichtig, weil Häutungsreste Giedmaße abschnüren und so im ärgsten Fall zum Verlust desselbigen führen können.

Eine Komplikation bei der Häutung von Schlangen z. B. ist, dass sich die Augen nicht mithäuten. Die Haut bleibt auf der sogenannten "Brille" kleben (häutet sich nicht mit) und bleibt trüb. Darauf muss geachtet werden.

Hautstück von einem Ch. hoehnelii

Das ist die recht dünne Haut eines Ch. hoehnelii's.
Gut zu erkennen die erhöhten Tuberkelschuppen. Gerade bei den Chamäleons gibt es Arten, die sich nur in kleinen Hautfetzen häuten.
Da ist es besonders wichtig ihnen die "richtige" Luftfeuchtigkeit zu bieten. Zuwenig Luftfeuchtigkeit erschwert den Tieren die Häutung unnötig.
Ein "zuviel" kann ein "festbacken" der alten Hautreste an der Neuen bewirken. Bei den Chamäleons kann es auch vorkommen, das sich einzelne Körperteile in Abstand von Wochen häuten (z. B. Ch. calyptratus)

Nahaufnahme Haut von einer Strumpfbandnatter
Schlangenhaut in der Nahaufnahme.

Gut zu sehen:
Die Haut wurde "verkehrt" abgestreift, der abgebildete Teil zeigt die Innenseite der Haut und den Rücken der Schlange.

Ch. hoehnelii Baby beim Häuten

Bei meinen Chamäleon Babys und Jungtieren geht die Häutung meist recht problemlos und schnell vonstatten. Das ist ein Ch. hoehnelii Baby, das sich innerhalb von ca. 2- 3 Stunden gehäutet hat.




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