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Bild: männliches Ch. jacksonii
Ch. jacksonii gehört zu den Montanen Chamäleonarten und bewohnt Gebirgszonen in Kenia, und Nord- Tansania.
Durch den Menschen wurde die Chamäleonart inzwischen auch auf den Hawaii Inseln heimisch.
Ch. jacksonii bewohnt die feuchten Montanwälder bis in eine Höhe von 2800 m. Vorwiegend hält es sich in dichten Büschen, Bäumen, aber auch in Kaffeeplantagen und Gärten der Einheimischen auf.
Besonderheit und Merkmal bei der Haltung von Montanen Arten ist die starke Nachtabsenkung (von 8- 15°), die zum Überleben der Tiere äußerst wichtig ist.
Es wird zu den mittelgroßen Echten Chamäleons gezählt.
Die Erstbeschreibung erfolgte 1896 von Boulenger mit Beschreibung einiger Unterarten oder Formen.
Erst 1986 wurde das Ch. jacksonii von Klaver & Böhme in die Untergattung Trioceros geordnet.
Wie auch einige andere Chamaeleo Trioceros Arten besitzt das Ch. jacksonii Männchen 3 Echte Hörner.
Bei den weiblichen Tieren sind die Hörner oft nur angedeutet bez. sind wesentlich kürzer, schmäler und oft verbogen.
Fortpflanzungsart: ovovivipar
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Bild: Ch. jacksonii Weibchen
Zur Zeit werden 3 Unterarten anerkannt:
Chamaeleo jacksonii jacksonii
Westregion vom Mount Kenia, 2000- 2800 m hoch
Größe: ca. bis 25 cm, die Weibchen sind behörnt (25% kleiner wie bei den Männchen, aber 3 echte Hörner), die Unterart besitzt ein etwas farbigeres Aussehen, die Augen sind meist Gelb und der Kehlsack ist Blau eingefasst.
Chamaeleo jacksonii merumontanus
Berghänge Mount Meru südwestlich vom Kilimandscharo, ca. 2500 m hoch
Größe: ca. bis 16 cm
Sie sind schmaler, dünner und wesentlich kleiner als die anderen Unterarten, die Färbung ist Dunkelbraun- Grün
Chamaeleo jacksonii xantholophus
Die Größte Unterart: bis ca. 35 cm
Südhänge vom Mount Kenia und Umland in einer Höhe von 1500- 2800 m

Bild: Ch. jacksonii Nachzucht
Haltungsbericht
Chamaeleo j. xantholophus lebte ursprünglich im unteren Bereich des Montan- und Regenwaldes. Inzwischen bewohnt es als Kulturfolger auch Kaffeeplantagen, wo sie sich bevorzugt auf Büschen und Bäumen bis in ca. 5 m Höhe aufhalten.
Im Laufe eines Jahres schwanken die Tagestemperaturen zwischen 26- 30 °C. Durchschnittlich aber 24- 26°C.
Die Nachtabsenkung bei dieser Unterart beträgt mind. 8- 10°C.
In ihrem Herkunftshabiat sind Temperaturabsenkungen bis unter 5°C möglich.
Luftfeuchtigkeit: 50- 80% morgens und abends ansteigend
Chamaeleo jacksonii xantholophus ist die am häufigsten in Terrarium gepflegte jacksonii Unterart und kann ein Alter von ca. 9 Jahren erreichen.
Beschreibung
Adulten Männchen haben 3 ca. 2 cm lange echte nach vorn gerichtete Hörner. Das mittlere, größte Horn wächst über der Maulspitze, die beiden seitlichen Hörner aus den Augenbrauenkanten. Die Weibchen von Chamaeleo jacksonii xantholophus besitzen keine Hörner.
Auf dem Kopf befindet sich ein niederer Helm ohne Occipitallappen. Ein sägeartiger Rückenkamm, wobei jede Zacke aus 2 „Zähnen“ besteht reicht bis zum Schwanz und ist oft farblich vom Körper abgesetzt. Die Grundfärbung besteht meist aus verschiedenen Grün- Gelb- Braun- oder auch Bläulichen Tönen.
Haltung
Männchen sind untereinander unverträglich, sie benutzen beim Kommentkampf ihre Hörner. Eventuell (großes dicht bepflanztes Terrarium) ist eine paarweise Haltung möglich. Dennoch sind trächtige Weibchen ziemlich unverträglich und müssen deshalb dann meistens doch separiert werden.
Terrarium
Montane Chamäleonarten brauchen viel Frischluft.
Deshalb sind nur Terrarien dessen Seiten (mind. 2- 3) aus Gaze oder Maschendraht bestehen, oder das Terrarium überhaupt aus Gaze gefertigt ist, geeignet. Ch. jacksonii lässt sich bei geeigneter Nachtabsenkung auch frei im Raum bez. Wintergarten halten.
Vom Frühjahr bis Herbst ist eine Haltung im Freien (Balkon, Terrasse, Voliere) zu empfehlen.
Das Terrarium sollte gut beleuchtet sein.
Da die Chamäleons wahre „Sonnenanbeter“ sind, dürfen ein Wärmespot und ein darunterliegender „Sonnenplatz“ nicht fehlen.
Für die Bepflanzung eignen sich z. B. Ficus-, Monstera-, Scindapsus-, Philodendron- Arten.
Da die Ch. jacksonii Lebendgebärend sind ist der Bodengrund nicht wirklich von Bedeutung und dient eigentlich nur der Optik.
Einige Kletteräste vervollständigen die Einrichtung.
Ernährung
Alle gängigen Futterinsekten, Schnecken, Regenwürmer, manchmal eine Babymaus
Vitamin und Mineralstoffe
Wasser lecken die Chamäleons beim Sprühen von den Blättern.
Im Sommer, bei höheren Temperaturen empfiehlt es sich die Tiere zusätzlich 2x wöchentlich mit der Pipette zu tränken, oder eine Tropftränke zu installieren.
Fortpflanzung
In der Natur liegt die Paarungszeit etwa im ersten Viertel des Jahres. Im Terrarium gibt es keine bestimmte Paarungszeit, die Paarung ist das ganze Jahr über möglich.
Tipp:
Aus Erfahrung kann ich aber empfehlen, die Tiere (wenn möglich) so zu verpaaren, das die Jungen in den bei uns kühleren Jahreszeiten geboren werden.
Die Aufzucht der Babys gestaltet sich wesentlich einfacher, die Jungen brauchen kühlere Temperaturen als die Elterntiere, und haben somit in kälteren Jahreszeiten bessere Überlebenschancen.

Bild: Gut zu erkennen- die Ansätze der Hörner
Die Trächtigkeitsdauer beträgt ca. 192 Tage.
Die Weibchen zeigen ihre Trächtigkeit nicht durch eine eigene Färbung an, werden aber deutlich runder, und haben auch einen erhöhten Futterbedarf.
Einige Tage vor der Geburt stellen die meisten Weibchen das Fressen ein, und streifen unruhig durchs Terrarium. Meistens werden die Jungtiere (7- bis zu 50) in den Vormittagsstunden in den Eihüllen geboren.
Das Weibchen drückt die Eihülle mit den Jungtier während der Geburt an einen Untergrund z. B. Astrinde fest, die daran kleben bez. hängen bleiben. Nur wenige Augenblicke später, zerreißen die Babys die Hülle und schlüpfen heraus.
Die Tiere die nicht selbstständig heraus kommen, sind meist schwächlich. Man kann ihnen aber vorsichtig helfen.
Die Weiterzucht ist aber immer nur mit den stärksten und besten Tieren sinnvoll.
Die Jungtiere sind bei der Geburt ca. 3,5- 5,5 cm groß und besitzen eine Babyfärbung, sie sind Braun- Weiß gefärbt und haben eine Art Rautenmuster. Bei den männlichen Babys kann man den Ansatz von den Hörnern erkennen.
Die Babys können die erste Zeit zusammen aufgezogen werden, müssen bei Anzeichen von Unterdrückung aber sofort getrennt werden.

Bild: Ch. jacksonii xantholophus 8 Monate alt
Ich ziehe meine Jungen von Anfang an getrennt in Faunaboxen auf, da die Babys unterschiedlich schnelle Wachstumsphasen haben und sich sehr schnell stressen, was das Wachstum und die Entwicklung des unterdrückten schwächeren Tieres stark beeinflussen und hemmen kann.
Außerdem kann man die Fütterung einzeln gehaltener Chamäleonbabys viel besser kontrollieren.
Nach ca. 9 Monaten erreichen die Jungtiere ihre Geschlechtsreife.
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